Gute Zeichen für Schüleraustausch-Projekt

Ehemaliger Schüler setzt sich für Lenauschule ein/ Von Oliver Zsilko, ADZ, 15.04.2009

„Wir möchten erstmals Fuß fassen und - je nachdem, wie sich das Ganze entwickeln wird - werden wir das Projekt ausbauen“, sagt Werner Roosz, Mitglied im Verein der Freunde der Lenauschule Temeswar e.V. (VFLT).

Vor kurzem stellte Roosz, Initiator des Projekts „Schüler der Lenauschule als Gastschüler in Deutschland“, den Jugendlichen im „Nikolaus Lenau“-Lyzeum den Plan für einen zukünftigen Schüleraustausch vor.

Der Verein der Lenaufreunde wurde im Sommer 2008 von Absolventen des Temeswarer Lyzeums gegründet und hat unter anderen das Ziel, die Schüler der deutschen Schule zu unterstützen und zu fördern. Um einen Austausch einem Temeswarer Jugendlichen zu ermöglichen, muss dieser vorerst einen Fragebogen im Sekretariat des Lyzeums beanspruchen, ausfüllen und dort abgeben. Darin sind die Interessen der Schüler gefragt, damit die deutschen Initiatoren des Austausches mehr über ihre Freizeitbeschäftigungen erfahren und sie somit auch besser kennenlernen können. Ein weiterer Unterpunkt im Fragebogen kommt den Schülern entgegen, um diese nach dem Wunsch zu fragen, in welcher Stadt aus Deutschland diese ein Gymnasium besuchen möchten. Damit bieten die VFLT-Vertreter den Schülern die Möglichkeit an, Verwandte, Freunde oder Bekannte aus der erwünschten Stadt wiederzusehen. Der primäre Grund dieses Projekts ist jedoch, dass die Lenauschüler ihre Deutschkenntnisse vertiefen und neue Unterrichtssysteme kennenlernen.

Wegen den Pfingstferien in Deutschland und da die meisten in der Zeit Urlaub machen, wird der erste Austausch, laut Roosz, im Frühherbst dieses Jahres stattfinden. Für den Anfang ist das Projekt einseitig, so dass nur einer bis zwei Lenauschüler für vier Wochen nach Deutschland eingeladen werden. Mittlerweile haben sich schon vier Gastfamilien angemeldet, die Jugendliche aus Temeswar unterbringen möchten. Sowohl der Vereinsvorstand, als auch die Leitung des „Nikolaus Lenau“-Lyzeums sehen die Möglichkeit, dass mit der Zeit auch Schüler aus Deutschland als Gäste in der Temeswarer Schule aufgenommen werden können.

„Wir möchten auch auf andere Familien zugehen, damit je mehr Menschen am Projekt teilnehmen“, so Werner Roosz. Genau wie die Schüler, werden auch die Familien, nachdem diese einen Formular ausgefüllt haben, ausgesucht. Die Gastfamilien aus Deutschland werden sich um die Temeswarer Schüler kümmern und die Kosten während deren Aufenthalt übernehmen. Reisekosten, aber auch Haftpflicht, Reisekranken- und Unfallversicherung müssen die Eltern der Lenauschüler selbst bezahlen. Laut Roosz soll die Versicherungsgesellschaft „Allianz Tiriac“ unter anderen solch ein Angebot für etwa 110 Lei möglichen Kunden machen.

Da sich dieses Projekt hauptsächlich an Neunt- und Zehntklässler richtet, müssen die Schüler beim Grenzübergang in Begleitung eines Familienmitglieds sein und eine Zustimmung beider Eltern vorzeigen – allerdings nur jene, die mit Bus oder Pkw nach Deutschland fahren. Alles, was die VFLT-Vertreter von den Lenauschülern nach ihrer Rückreise fordern, ist, einen ein- oder zweiseitigen Beitrag über ihr Deutschlanderlebnis zu schreiben. Der Zweck des Aufsatzes ist, die Aktivität des deutschen Vereins zu widerspiegeln.

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